17.08.2025
In Gerhard Szczesnys Mögen alle Sorben glücklich sein schreibt der Protagonist in sein Tagebuch:
“Ich habe nie begriffen, warum es selbstverständlich oder gar eine moralische Verpflichtung sein soll, den Fortbestand der Menschheit für unerlässlich zu halten.”
Stimmt schon; nichts und niemand erwartet von uns, dass wir ewig weitermachen. Andererseits ist es so verdammt schwierig, sich die Welt anders, also ohne uns vorzustellen. Jedenfalls geht es mir so. Jedes Mal, wenn ich es versuche, erwische ich mich dabei, dass mir beim Vorstellen der menschenleeren Welt immer auch Teile von mir in das Bild rutschen, was ja per Definition unmöglich ist.
Womöglich liegt das daran, dass wir nur die menschenbewohnte Welt kennen. Der Beobachter ist eben immer dabei.
Und nur mal so dahergedacht:
Was unterscheidet meine Unfähigkeit von der Schwierigkeit vieler, sich eine Welt ohne Auto oder gar ohne Handy vorzustellen?
Admin - 14:13:43 | Kommentar hinzufügen